Tagebucheintrag 025 | 25. Juli 2020

“Mahlzeit”

Als Wiedergutmachung für den Schrecken, den ich der Bimmelbahnfahrerin bescherte, lud ich sie kurzerhand zum Mittagessen ein. Ein paar bunte Papierscheine hab ich ja noch eingesteckt denke ich und die Karte hab ich ja auch noch. Michaela, so heißt das Mädchen, hatte ein schwarzes Gerät bei sich, welches vorne so eine Art Rohr drauf hat.

Natürlich interessierte mich dieses hoch technische Gerät. Sie erzählte mir, dass sie auch Fotografin ist und gerade unterwegs auf der Suche nach ein paar Motiven sei. Sie erklärte, dass Fotografie das detailgenaue Abbilden von etwas sei. „Aber das ist nicht dasselbe, was ich grad mach“ quillt es aus mir heraus.

Ich bin auch auf der Suche nach Motiven, um sie abzubilden. Zeichnerisch abzubilden. Ich habe da ein Gerät mitgenommen, wie es bei mir daheim vielfach verwendet wird. Sie nennen es Perspektivrahmen. Durch den schaut man durch und kann die Größe der Objekte viel leichter abschätzen als mit freiem Auge.

„Ja“ sagt Michaela das ist auch schön, aber mit meinem Gerät geht das viel schneller. Zeichnen ist eine langwierige Sache. So viel Zeit, Geduld und Geschick hab ich nicht. Ich fotografiere daher lieber.“ Die Bilder die ich mache, sind absolut Detailgetreu. Noch dazu kann ich das abzubildende Objekt mit einem Knopfdruck näher heranziehen.

Michi gab mir das Gerät in die Hand und ich durfte es selber probieren. Gewaltig was das Ding alles kann. 



Informationen zum alten Foto

#1959902

Titel Wien 20, Brigittakapelle
Beschreibung Nahaufnahme mit den Eingängen; über dem linken eine Sonnenuhr.
Autor Stauda, August   
Technik Glasplatte
Datierung 1904
   
Orte Wien  
Schlagworte Brigittenau, Freizeit, Stadt, Wienansichten
Digitale Sammlung Wien
   
Inventarnummer ST 1.763F
Bildnachweis ÖNB / Stauda
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