Lebkuchen und Schokolade Manufaktur – Karl Kammerer KG

Historisches aus dem Wallensteinviertel

Quelle: Photographics

Es ist die letzte Lebzelterei in Wien. Als Zuckerbäcker und Lebzelter wurden die Kammerers bereits um 1830 in Großsiegharts im Waldviertel erwähnt.

1938 kam der Großvater von dort in die Stadt und gründete die Lebkuchen- und Schokoladenmanufaktur in der Dammstraße 39.

Bis 1945 wurde unter widrigsten Umständen und unter Knappheit von Rohstoffen und Produktionsmitteln der heutige Unternehmensstandort in Wien aufgebaut. Maria Kammerer musste den Betrieb mit drei Helferinnen ohne Unterstützung der männlichen Familienmitglieder weiterführen. Auch die Auslieferung der Ware blieb den vier Frauen allein überlassen. Schokolade konnte damals aus Mangel an Kakao nicht produziert werden.

Zwischen 1945 und 1955 wurde unter russischer Kommandatur weitergearbeitet. Die Herstellung vieler Spezialitäten musste eingestellt werden, da außer Melasse kaum geeignetes Material für die Produktion von Lebkuchen vorhanden war.

Ab dem Jahr 1950 konnte die Produktion wieder Stück für Stück aufgebaut werden.

In den 1960er-Jahren übernahm Karl Kammerer den Betrieb in vierter Generation und baute das Kirtagsgeschäft gemeinsam mit Gattin Renate stetig aus.

Seit dem Jahr 2000 führt Robert Kammerer als Konditormeister in fünfter Generation das Haus.


Quellen:

http://www.wiener-lebkuchen.at/

https://www.wienerzeitung.at/dossiers/weihnachten/rund_ums_fest/723649_Wer-knuspert-an-meinem-Haeuschen.html



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