Historisches aus dem Brigittaviertel

Quelle: Photographics

Die heutige Floridsdorfer Brücke befindet sich etwa an jener Stelle, an der ab 1439 eine hölzerne Jochbrücke in fünf Etappen den (unregulierten) Strom überquerte. Während der Arbeiten an der Donauregulierung entstand 1872 bis 1874 die “Kaiser-Franz-Josephs-Brücke”. Sie wurde am 8. April 1874 (noch vor dem “Durchstich” des Rollerdamms [15./16. April], das heißt der Einleitung des Stroms in das im Zuge der Donauregulierung neugegrabene Bett) eröffnet. 

Nur 12,6 Meter (davon nutzbar 7,6 Meter) breit, genügte sie nach der Eingemeindung Floridsdorfs (1904) den Verkehrsbedürfnissen nicht mehr, weshalb sie 1913 bis 1923 durch eine neue Brücke ersetzt wurde (Eröffnung 8. November 1923). Die Floridsdorfer Brücke wurde in der Nacht vom 13. zum 14. April 1945 von der zurückflutenden deutschen Armee gesprengt und zunächst durch einen von sowjetischen Pionieren errichteten hölzernen Fußgängersteg ersetzt. Die wiederhergestellte Brücke (Verkehrsfreigabe 19. Mai 1946) hieß bis 18. Juli 1956 Malinowskijbrücke.

Als sich ihr Bauzustand immer mehr verschlechterte und ein Schaden am rechten Strompfeiler festgestellt worden war, musste sie am 23. Dezember 1976 für den Individualverkehr gesperrt werden. . Die neue Floridsdorfer Brücke wurde neben der alten in einer Rekordbauzeit fertiggestellt und bereits am 3. Oktober 1978 eröffnet. Dann wurde die alte Brücke demontiert. Die beiden alten Brückenpfeiler stehen noch heute neben den neu errichteten.

Floridsdorfer Brücke Geschichte:

1872 bis 1874: Bau der “Kaiser-Franz-Joseph-Brücke” während der Arbeiten an der Donauregulierung

1904: Nach der Eingemeindung Floridsdorfs genügte die alte Brücke den Verkehrsbedürfnissen nicht mehr.

1913: Grundsteinlegung für den Bau einer neuen Brücke. Der erste Weltkrieg verzögerte die Fertigstellung.

1923: Aufnahme eines Teilbetriebes

1924: Eröffnung des nun “Floridsdorfer Brücke” genannten, 1000 Meter langen Neubaus.

1945: In der Nacht vom 13. zum 14. April wurde die Floridsdorfer Brücke von der zurückweichenden deutschen Armee gesprengt. Die Brücke wurde zunächst durch einen hölzernen Fußgängersteg ersetzt.

1946: (19. Mai) Verkehrsfreigabe der wiederhergestellten Brücke

1977 bis 1978: Neubau der Floridsdorfer Brücke in der heutigen Form

2011: Sanierung der Floridsdorfer Brücke über der A 22

Neben der Floridsdorferbrücke, auf der talwertigen Seite der Donau, befinden sich noch die Fundamente der alten Kaiser-Franz-Joseph-Brücke.


Über den Donaustrom führen 5 weitere Brücken.

  • Nordbrücke
  • Steinitzsteg
  • Floridsdorfer Brücke
  • Nordbahnbrücke
  • U-Bahnbrücke
  • Brigittenauer Brücke

Quellen:

https://www.wien.gv.at/verkehr/brueckenbau/donaubruecken/floridsdorfer.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Floridsdorfer_Br%C3%BCcke

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Floridsdorfer_Br%C3%BCcke



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