Historisches aus dem Brigittaviertel

Quelle: Bildarchiv Austria

In der Nähe der heutigen Zrinyigasse, am einstigen Zugang zum Fahnenstangenwasser befand sich das Kolosseum.

Ein gewisser Herr Cemak hat es in den 1830er Jahren erbauen lassen.

Dieses Vergnügungsetablissement war ursprünglich ein ebenerdiges Gebäude, dessen größter Raum ein prunkvoll ausgestatteter Tanzsaal war. Nach einigen Jahren blieben die Gäste aus und das Gebäude musste verkauft werden. Die neuen Besitzer bauten das Kolosseum um und weiter aus. In einem an das Gebäude anschließenden Garten wurden insgesamt 45 Attraktionen gebaut. Unter anderem ein Riesenfass, das der Fassbindermeister Lindermayer am tiefen Graben anfertigte. Es fasste 4800 Eimer (altes Maß für Flüssigkeiten), das sind 272.160 Liter. Das Innere war als Tanzsaal ausgestattet. Als Eingang diente der Spund (= Loch im Fass, in das der Wein eingefüllt wird). An der Vorderseite war eine Riesenpipe (Hahn), aus der Wein floss.


Quellen:

Buch “Brigittenau Von der Au zum Wohnbezirk” von Roland P. Herold.



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