Historisches aus Zwischenbrücken

Quelle: Bildarchiv Austria

Anschrift: Stromstraße 34

Das als Entbindungs- und Operationsheim für arme Frauen in der Stromstraße 34 erbaute Spital mit ursprünglich 37 Betten wurde im Oktober 1914 in Betrieb genommen. 1924 wurde es wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten von der Gemeinde Wien übernommen und daraufhin von dieser modernisiert und erweitert.

Am 18. Oktober 1926 wurde die Anstalt, um ein Ambulatorium und eine Mutterberatungsstelle erweitert, als rein geburtenhilflich-gynäkologisches “Entbindungsheim der Stadt Wien – Brigittaspital” wieder eröffnet (Kapazität: 123 Betten). 

Am 16. Mai 1930 wurde Friedrich Gulda hier geboren.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 wurde Margarethe Lorenz, die Ehefrau von Konrad Lorenz, als kommissarische Leiterin des Brigitta-Spitals eingesetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt.

Von 1945 bis 1955 wurde das Brigitta-Spital von der sowjetischen Besatzungsmacht requiriert. Danach stand das Gebäude leer; im Zuge des ungarischen Aufstands von 1956 diente es als Heim für Ungarnflüchtlinge. 1958/59 erfolgte schließlich auf Vorschlag des Wiener Stadtschulratspräsidenten Leopold Zechner die Umwandlung in ein Schülerheim. Das am 9. Oktober 1959 von Bürgermeister Franz Jonas offiziell eröffnet wurde.


Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Brigitta-Spital

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Brigittaspital



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