“Der Eisenvogel”

Bei meiner Ankunft vor einigen Stunden ist mir garnicht aufgefallen wie groß dieses Gebäude Areal ist in dem Hannes wohnt. So beschloss ich noch eine Runde im Gelände spazieren zu gehen. Dieses war riesig. Überall waren großen Backsteinbauten die den Charakter einer alten Kaserne hatten. Dazwischen gepflasterte Wege umsäumt von parkähnlichen Bereichen. Und die momentane Stimmung dazu war ebenfalls beeindruckend. Finstere Nacht, die Schneeflocken die lautlos vom Himmel kamen hatten fast schon die Größe von Taschentüchern und es war kein Laut zu hören.

Alles war still. So still, dass es fast schon weh tat. Meine Gedanken und Erinnerungen hatten freien Lauf in meinem Kopf. Jede Begegnung und jedes Erlebnis durfte ich hier bei meinem Spaziergang noch einmal ganz für mich alleine durchleben. Es war eigentlich ein ganz spannendes und schönes Jahr. Unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist. Jetzt waren wir doch erst vor kurzem bei mir in meiner Welt und jetzt ist schon wieder Weihnachten vor der Türe. Ich bin überzeugt davon, dass als ich noch jünger war die Zeit nicht so schnell vergangen ist. Damals hat es ewig gedauert bis der Winter den Platz für den Sommer freigegeben hat und umgekehrt. Aber das wird wohl auch mit der Hektik und der Abhängigkeit von den verschiedensten Technologien in dieser Zeit zusammenhängen, dachte ich mir.

Als ich so gedankenverloren auf den Wegen kreuz und quer herum schlenderte sah ich von weitem einen hellen Lichtschein. Dieser dürft sich vor dem ganz großen Gebäude befinden und strahlte hinter einer Ansammlung von Buschwerk hervor. Hoffentlich ist da nichts passiert, dachte ich und ging neugierig näher. Zu meiner Beruhigung war es nur ein komisches Objekt, welches mit Lichtkästen von unten beleuchtet wurde.
Das Objekt sah aus wie eine überdimensionale Pfeilspitze, stand jedoch mit drei Rädern auf dem Boden. Also muss man es auch bewegen können. Ich ging einmal rundherum und betrachtete es von allen Seiten. Augenscheinlich ist es hier eben dazu aufgestellt worden um betrachtet zu werden. Ansonst hätten die es sicher irgendwo in einer Garage untergebracht. Auf einer Tafel, die vor dem Objekt aufgestellt war, habe ich dann mehr Informationen dazu gefunden. Das Ding nennt sich Saab Draken 35OE und ist ein Überschall-Abfangjäger der zweiten Generation. Das ist ein einsitzige Kampfflugzeug und war bis Ende des Jahres 2005 eine aktive Komponente des österreichischen Luftraumüberwachungssystems. Also ein mechanischer Vogel der von oben aufpassen kann, schoss es mir durch den Kopf.

Ich stand noch eine Weile vor dem Jäger der Lüfte und versuchte mir krampfhaft vorzustellen wie dieses Ding funktionieren könnte. so hatte ich gar nicht bemerkt, dass auch ein älterer Herr mit einem kleinen süßen Jungen schon einige Zeit neben mir standen und diese ebenfalls diesen “Draken” betrachteten. Er erklärte dem Kleinen, und der hatte Unmengen an Fragen, auf einer einfachen Art und Weise die Aufgaben und Funktionen dieses Flugobjektes. Das ist gut, dachte ich, da häng ich mich gleich akustisch dran. Da kann ich sicher mehr erfahren. Und genau so war es auch. Ich konnte so lange bei den technischen Erläuterungen mitlauschen, bis der Kleine augenscheinlich das Interesse daran verloren hatte. Er hatte nämlich meinen kleinen Panzer erspäht den ich von Hannes geschenkt bekommen hatte. Sein Interesse hatte somit sich schlagartig gewendet und ich kam mit dem älteren Herren ins Gespräch. …….

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